Sri Lanka 3. Teil

 

Botanischer Garten von Peradeniya

 

Anschließend besuchten wir den Botanischen Garten von Peradeniya, 6 km von der Stadtmitte von Kandy entfernt. Er war einst der Lustgarten der Königin. Der 60 Hektar große Garten ist ein wahres Paradies tropischer Wild- und Kulturpflanzen. Pflanzbeete, Blumenrabatten und Ziergärten laden zum Besuch ein. Wunderschöne Orchideen, Palmenalleen, Bougainvillea-Beete und der größte Baum der Welt - ein Ficus Benjamin sind zu bewundern. Der Ficus Benjamin bedeckt ca.1500 m2 Bodenfläche.

 

Elefantenbad

 

Wir fuhren weiter nach Katugastota, etwa 10 Kilometer entfernt von Kandy. In Katugastota ist das Elefantenbad eine volkstümliche Attraktion im Mahaweli-Fluß. Hier werden die zahmen Arbeits-und Tempelelefanten von ihren „Mahouts" (Wächtern) geschrubbt und gebadet. Ich wollte unbedingt auf dem Elefanten sitzen und ihn im Fluß waschen. Wir verhandelten mit dem Mahout über den Preis. Nun konnte ich die grauen Riesen hautnah erleben.

 

 

Dörfer, Bunte Tempel, Buddha und Masken

Einige weitere Ausflüge führten uns nach Galle, in Tempelanlagen mit bunt bemalten Statuen und in einige Werkstätten, in denen Masken und Kleider gefertigt werden.


Wir fuhren mit dem Bus nach Galle. Auf der Fahrt im Bus fühlt man sich wie eine Ölsardine in der Büchse. Der Busfahrer gibt entweder Vollgas oder macht eine Vollbremsung. Bei 50 km/h sind es gefühlte 120 km/h.


Galle ist die größte Stadt im Süden Sri Lankas, die auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. 1505 landeten die Portugiesen zum ersten Mal an der Küste. Das Galle Fort zeigt keine Spuren seiner portugiesischen Vergangenheit mehr. 1640 wurde es von den Holländern gestürmt und durch noch höhere Mauern und Wälle verstärkt. Ein ausgetüfteltes Kanalisationssystem - ebenfalls von den Holländern gebaut - mit unterirdischen Sieben, werden zweimal täglich bei Flut vom Meer durchgespült.

Besuch im Busch bei einheimischen Freunden

Cena, unser einheimischer Freund, holte uns im Hotel mit seinem Kleinbus ab und fuhr uns zu seinem Dorf. 1981 haben wir dem gesamten Dorf die Elektrik ermöglicht und finanziert.

 

Nach ½ stündiger Fahrt kamen wir mitten im Busch an. Eine Heerschar von Kindern erwartete uns bereits. Das ganze Dorf war auf den Beinen. Ich wurde sogleich von allen Kindern fröhlich umringt, um meine rötlichen Haare näher in Augenschein zu nehmen. Der Tisch im bescheiden eingerichteten Wohnzimmer war schon festlich mit Zeitungspapier nur für uns gedeckt. Marla, Cena's Frau hatte alle möglichen Köstlichkeiten in der Küche vorbereitet. Die Küche erinnerte mich stark an die Steinzeit. Das Essen bestand hauptsächlich aus verschiedenen Reis und Curry-Gerichten (gekochter Reis mit aromatischer Gemüse-, Fisch- oder Fleisch-Sauce, scharf gewürzt), die in kleinen Tonschälchen serviert wurden. Es wurden würzige Hoppers und Roti gereicht. Zum Nachtisch gab es frische Früchte, Watalappan und Kevum.


Hoppers werden aus Reismehl, Wasser und Salz zubereitet, Roti ist eine Art Fladenbrot, Watalappan ein Eierpudding und Kevum ein schmackhafter Ölkuchen. Die meisten Rezepte sind Familiengeheimnisse.


Wir saßen noch lange mit der ganzen Familie zusammen. Sprachlich verständigen konnten wir uns nur mit Cena, denn er spricht als einziger englisch.


Sri Lanka hat mich während unserer dreiwöchigen Reise sehr fasziniert und es gibt - vielleicht beim nächsten Mal - noch vieles zu erkunden.

E N D E