Thailand 2. Teil
Nach dem Auspacken wollten wir erst einmal einen Blick auf Meer und Strand werfen. Der Weg durch die Anlage zum Strand war schnell gefunden. Umgehauen hat uns der Blick auf den Strand aber nicht. Er ist an dieser Stelle sehr schmal und auch nicht gerade sehr gepflegt. Aber man kann zu beiden Seiten längere Strandwanderungen unternehmen. Wenn man Richtung Bang Niang Beach geht, wird der Strand breiter und schöner. Überall am Strand befinden sich kleine Strandbars und Massageshops. Für ca. 6 Euro kann man sich eine Stunde nach thailändischer Massagekunst verwöhnen lassen. Unser Lieblingsplätzchen war die kleine Strandbude von Joy.
Auf der Flaniermeile von Nang Thong herrscht quirlig fröhliches Treiben. Eine Rotlichtmeile wird man in Khao Lak nicht finden, zum Glück. Die Restaurants entlang der Straße sind sehr gut besucht, ab 19 Uhr ist fast überall kaum ein freier Tisch zu bekommen. Überall gibt es leckere Gerichte zu günstigen Preisen. Von typischer Thaikost bis hin zu internationaler und deutscher Küche ist für jeden Geschmack etwas dabei. Außerdem hat sich eine ausgeprägte Bar-Szene entwickelt. Zwischen Restaurants, Cafes und Bars gibt es jede Menge Einkaufsshops und einige kleine Supermärkte. Ebenfalls gibt es mehrere Apotheken und eine kleine Klinik.
Es ist einfach unglaublich, wie herrlich sich Khao Lak nach der Tsunami-Katastrophe im Jahr 2004 wieder darbietet. Überall wachsen neue Büsche, Pflanzen und Palmen. Die Straßen wurden mit nagelneuen Straßenschildern versehen. Neu ist dass es nun Tsunami-Frühwarnsysteme gibt. Außerdem weisen Hinweisschilder auf Fluchtwege in die Berge.
In der Provinz Khao Lak waren 4.000 Tote zu beklagen. Nur wenig deutet noch auf die Katastrophe hin. Ein Gedenkplatz erinnert an die Zerstörungen des 26. Dezember 2004 in Khao Lak. Auf Tafeln sind Namen der Opfer verzeichnet. Manchmal sieht man Fotos von Menschen die hier ihr Leben lassen mussten. Die Bilder hängen an Palmen oder liegen wie ein kleines mit Blumen und Muscheln geschmücktes Grab einfach auf der Erde oder im Sand. Gegenüber dem Wochenmarkt im Ort Bang Niang ist ein Tsunami-Museum. Dort liegt auch auf einer kleinen Erhebung etwa 2 Kilometer landeinwärts das Polizeiboot. Es war am 26. Dezember zum Schutz des Enkels der Königsfamilie im Einsatz, der dennoch ertrank. Das schwere Boot wurde von einer Tsunamiwelle ins Landesinnere gespült.
Ein Markt wird dreimal wöchentlich in Bang Niang abgehalten. Jeweils Montags, Mittwochs und Samstags können die Farbenpracht und die Vielfalt der thailändischen Kräuter, Gewürze, Gemüse und Früchte bestaunt werden. Es gibt aber auch allerlei Kleidung, hübsche Lackarbeiten, CD's und vieles mehr.
Elefantenreiten und Kanufahrt
im Khao Sok Nationalpark
Der Khao Sok Nationalpark befindet sich 72 Kilometer nordöstlich von Khao Lak in der Provinz Surat Thani in Südthailand. Man kann wunderschöne Wasserfälle und Tropfsteinhöhlen besichtigen. Wir entschieden uns für einen Elefantenritt und eine Fahrt mit dem Schlauchboot auf einem kleinen Dschungelfluss. Wir buchten die Tour bei einem ortsansässigen Anbieter in Khao Lak. Wir fuhren in einem Kleinbus mit insgesamt 6 Personen zum Nationalpark und zum Sok River. Dort ging es per Schlauchboot entlang tropischer Vegetation. Bei der Fahrt über den Fluss konnten wir allerlei Amphibien und Reptilien entdecken, wie z.B. Baumfrösche, Riesenspinnen und Schlangen. Ein paar Arten von Schlangen sind die Netzphyton und die Rattenschlange.
Anschließend fuhren wir zum Mittagslunch in eine Dschungel-Lodge. Weiter ging die Fahrt zum Elefantencamp. Unterwegs kamen wir an einer urigen Buschtoilette vorbei.
Im Camp angekommen machten wir uns für den Ritt auf „Jumbo" bereit. Unser Elefant ist riesig. Wölfi saß direkt auf dem Dickhäuter hinter den Riesenohren. Ich saß hinter ihm im Tragekorb. Der Mahout ging nebenher und gab aus dem Unterholz seine Kommando- und Lockrufe. Wir schaukelten ganz schön. Manchmal muss man den Kopf einziehen, um nicht irgendwo hängenzubleiben. Über Stock und Stein ging der Riesenkoloss unbeirrt seinen Weg. Bald kam ein ziemliches Gefälle, es ging steil bergab. Da ich allein im Korb saß, rutschte ich gefährlich hin und her. Nach ca. einer Stunde Ritt kamen wir an einen kleinen Wasserfall. Anschließend ging es zurück zum Camp. Nun hatte man sich daran gewöhnt und genoss den Rückweg umso mehr. Elefanten sind ganz liebe und sanfte Tiere. Zum Schluss durften wir unseren Elefant belohnen und er bekam eine Riesenportion Bananen. Es war eine tolle Erfahrung, die ich jederzeit wiederholen würde.
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