Thailand 3. Teil
Chiang Mai
Die Rose des Nordens, wie Chiang Mai in Thailand genannt wird, liegt etwa 700 km nördlich von Bangkok, und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Bergausläufer des Himalaya erstrecken sich in nord-südlicher Richtung. Auch der Ping-Fluss findet hier seinen Ursprung. Die Provinz Chiang Mai hat eine Größe von etwas über 20.000 qkm und verfügt über etwa 1.600.000 Einwohner.
Rechnet man alle großen Vororte zusammen, dann erreicht Chiang Mai eine Einwohnerzahl von etwa 550.000 bis 700.000. Ohne die Vororte kommt der Stadtkern von Chiang Mai auf etwa 250.000 Einwohner.
Im eigentlichen Zentrum - also innerhalb der Stadtmauern - leben dagegen weniger als 100.000 Menschen.
Am nächsten Morgen wurden wir nach dem Frühstück von unserem Guide Rong abgeholt. Auf der fast vierstündigen Fahrt nach Chiang Mai besuchten wir unterwegs eine heiße Quelle und den „Weißen
Tempel".
Im Zuckerbäckerstil präsentierte sich uns der Wat Rong Khun (auch „Weißer Tempel" genannt) in Tambon Ao Don Cha. Der Ort liegt etwa 15 bis 20 Kilometer südlich von Chiang Rai. Der Tempel soll das
Lebenswerk des zeitgenössischen thailändischen Künstlers und Malers Chalermchai Kositpipat werden. Mit dem Bau der faszinierenden Tempelanlage begannen Kositpipat (damals 42 Jahre alt) und seine
Studenten im Jahr 1998. Ein erster Teil des Wat Rong Khun ist mittlerweile weitgehend fertig gestellt und übt auf Einheimische und Touristen eine magische Anziehungskraft aus.
Der Palast erstrahlt in strahlendem Weiß und ist mit weißen Glasscherben verziert. Die weiße Farbe steht für die Reinheit Buddhas, das weiße Glas für dessen Weisheit. Ein großer Kreis mit zwei
Stoßzähnen steht für den Mund des Dämonen Rahu und damit für Hölle und Leid. Beim Bau des Tempels wurden Spiegelglasscherben verwendet. Diese bewirken, dass der Tempel sowohl im Sonnenlicht als
auch bei Mondschein glitzert.
Finanziert wird das aufwendige Bauwerk zum einen durch den Künstler selbst, zum anderen durch öffentliche Spenden.
Zwischendurch hielten wir an einer heißen Quelle, in der Einheimische ihre Eier kochen. Wir bestellten für unseren Guide Rong und uns ein typisch einheimisches Frühstück, bestehend aus heißer
Nudelsuppe mit verschiedenen zu wählenden Einlagen und heißem Tee.
Gegen 12:00 Uhr kamen wir in Chiang Mai im Hotel The Chedi an. Nach dem Check-In verabschiedeten wir uns schweren Herzens von unserem Guide Rong, nicht ohne uns seine Privatadresse geben zu
lassen.
Das stilvolle Hotel The Chedi liegt im Herzen der historischen Stadt Chiang Mai direkt am Ufer des Mae Ping Flusses. Nur wenige Schritte entfernt befindet sich der bekannte Nachtmarkt mit vielen
Geschäften und Produkten aus der Region. Der Flughafen Chiang Mai ist etwa 6 Kilometer entfernt.
Wir bezogen unser tolles Zimmer im japanisch-asiatischen Design. Jedes Zimmer verfügt über Balkon, Klimaanlage, Safe, Tee- und Kaffeekocher, Föhn, WC, LCD/Plasma TV, WLAN, Telefon, Dusche,
Bademantel und separate Badewanne.
Das Restaurant des The Chedi Chiang Mai befindet sich in einem alten britischen Konsulatsgebäude aus dem Jahr 1913. Auf der Terrasse mit einem fantastischen Blick über den Mae Ping River und die
umliegenden Berge werden traditionell thailändische, indische und internationale Spezialitäten serviert. Auf Anfrage bietet das Restaurant auch spezielle VIP- und private Räume für
Veranstaltungen. Weitere drei Bars bzw. Lounges verwöhnen mit Getränkespezialitäten.
Aktiven Hotelgästen bietet das Resort ein eigenes Fitness Center mit modernsten Geräten, Yoga und Aerobic Raum sowie einen großen Swimmingpool mit Blick über den Mae Ping Fluss. Erholungssuchende
Gäste werden von dem hoteleigenen Spa im asiatischen Stil begeistert sein. Zum Verwöhnangebot zählen traditionelle Thai-, warme Stein- und „The Chedi" Massagen, Body Wraps, Gesichtsbehandlung
sowie verschiedene Kräuterbäder. Zwei der fünf Spa-Suiten verfügen über eine eingebaute Sauna. In der näheren Umgebung befindet sich ein Golfplatz.
Nachdem wir uns etwas erfrischt hatten, gingen wir auf Site-Seeing-Tour durch Chiang Mai. Leider hatten wir nicht viel Zeit, da unser Weiterflug nach Phuket am nächsten Mittag gebucht war. Wir
besuchten einige Stadttempel und begaben uns in der Abenddämmerung direkt auf den Nachtmarkt.
Der beschauliche Nachtmarkt in Chiang Mai besticht vor allem durch sein immenses Essensangebot. Das Zentrum des Marktes bildet ein Platz, der von unzähligen Garküchen gesäumt wird. Auf dem Platz
selbst stehen reihenweise Tische und Stühle. Für kleines Geld wird hier gegessen, was rundherum gekocht, gebrutzelt und gebacken wird: Nudelsuppen, Currys, Seafood und vieles mehr. Neben den
üblichen Souvenir-, Bekleidungs- und Schmuckständen gibt es auch zahlreiche Massageangebote. Massiert wird auf Liegestühlen unter freiem Himmel. Eine Stunde traditionelle Thai Massage ist hier
bereits für 100 Baht (2 Euro) zu haben. Im Vergleich zu Südthailand, wo eine Stunde Massage im Durchschnitt 250 bis 300 Baht - also etwa das Dreifache - kostet, ein überaus preiswerter Genuss.
Wir waren im Kaufrausch: Eine wunderschöne Buddhastatue, zwei Uhren, zwei Ringe, ein Tuk-Tuk aus recyceltem Material, Haarspangen mit Strass , die bei uns in Deutschland das Vierfache kosten usw.
usw.
Auf Empfehlung von unserem Guide Rong suchten wir das German Hofbräuhaus in einer der vielen Gassen vom Night-Market. Wir waren schon etwas sprachlos, inmitten von Chiang Mai ein deutsches
Hofbräuhaus vorzufinden. Zur Krönung tragen alle thailändischen Kellnerinnen bayerische Trachtenkleider. Irgendwie gefiel uns das Blasmusik-Ambiente nicht. Wir schlenderten ein paar Schritte
weiter und landeten im „Red Lion". Das Bierangebot ist gigantisch, und die Küche hat neben Thai-Food auch britische Spezialitäten wie Steaks und Fish and Chips im Angebot. Ausnahmsweise entschied
ich mich an diesen Abend für Rinderroulade mit Kartoffelpüree. Das Essen war wie hausgemacht, hervorragend und durchaus kostengünstig.
Nach dem Essen schlenderten wir fußläufig zurück zu unserem Hotel und nahmen noch einen Absacker in der Terrace Bar & Cigar Lounge.
Nach einer ruhigen angenehmen Nacht checkten wir aus und fuhren mit unserem Abholservice zum Flughafen Chang Mai.
Um 12:35 Uhr Ortszeit flogen wir mit der Thai Airways nach Phuket. Um 14:30 Uhr landeten wir pünktlich in Phuket.
Ein Abholtransfer vom Hotel La Flora Khao Lak stand für uns am Flughafen Phuket pünktlich zur Verfügung. Sehr nett und freundlich wurden wir empfangen. Auf der Fahrt nach Khao Lak servierte man
uns im Van kalte Getränke und erfrischende Tücher.
Nach eineinhalb Stunden Fahrtzeit kamen wir im La Flora wohlbehalten an. Nach freundlichem Check-In bezogen wir für die nächsten 14 Tage unsere Deluxe-Villa. Das La Flora Resort & Spa Khao
Lak erwartete uns am goldenen Sandstrand von Bang Niang in direkter Strandnähe.
Die Deluxe-Villa hat seitlichen Meerblick und schafft mit Einsatz von Raum, Möbeln und Atmosphäre ein bequemes Klima zum Entspannen und zum Genießen der hervorragenden Lage. Moderne asiatische
Ideen einschließlich der balinesischen Regendusche, der eingesenkten Badewanne und den speziellen Toilettenartikeln machen das Badezimmer zu einem sinnlichen Platz, während das Wohnzimmer mit
Schreibtisch, Tagesbett, DVD Gerät, individuellen Gemälden und zeitgemäßer Bettform den Gesamteindruck abrunden.
Das La Flora ist ein sehr schönes Hotel mit einer Poolanlage und gepflegten Garten sowie vielen verspielten Details. Alles macht einen neuen Eindruck und Schmuddelecken sind nicht zu finden. Die
Gärtner wuseln den ganzen Tag herum, bepflanzen, erneuern, säubern den gesamten Hotelgarten. Das Hotel liegt am Ende einer Straße direkt am Strand. Die ersten Geschäfte, Schneider und Restaurants
schließen in Richtung Ort gleich am Hotel an. Nach einem kleinen Fußweg ist die Auswahl an Händler, Schneider, Optiker und Restaurants grenzenlos.
Wir hatten nur Frühstück gebucht. Das war ausgezeichnet. Das Buffet wurde ständig aufgefüllt. Sauberkeit und Hygiene ließen nichts zu wünschen übrig. Die Abendbuffets im Hotelrestaurant wurden
mit sehr viel Aufwand arrangiert. Im Restaurantbereich - oder je nach Wetter auch draußen am Strand - spielt jeden Abend eine kleine philippinische Band internationale Musik - auch Wunschtitel -
bis der letzte Gast geht.
Vor dem La Flora ist ein langer weißer Strand mit kristallklarem Wasser zu finden. Das Servicepersonal war sehr aufmerksam und freundlich.
Die nächsten 14 Tage verbrachten wir ohne größere Exkursionen in Khao Lak. Eine immer wieder gastliche Einkehrquelle war die Piranha Bar bei Pak an der Niang Beach Road, wo wir manchen lustigen
Abend verbrachten.
Ein Ausflug mit dem thailändischen Nierath nach Patong brachte uns die bekannt-berüchtigte Rotlichtmeile näher. Ganze Straßenzüge mit Gogo Bars, in denen Table-Dance und Anbaggerei im Vordergrund
stehen. Einfach mal sehenswert, aber keinesfalls erstrebenswert.
Außerdem besuchten wir die Stadt Phuket, den Bang Tao Beach mit den Lagunen-Hotels und den Nai Harn Beach Phuket.
Der 6 km lange Bang Tao Beach Strand, gesäumt von Palmen und Kasuarinen, war schon immer makellos, aber bis in die 80er-Jahre sah das Hinterland so öde aus wie eine Mondlandschaft, verschandelt
durch Zinnabbau. Dann entstand das Laguna Projekt. Die verlassenen Zinnminen wurden geflutet, eine begrünte Lagunen-landschaft am Meer mit fünf edlen Resorts wurde geschaffen. Gleichwohl ist Bang
Tao außerhalb dieser eindrucksvollen Luxusoase bis heute weitgehend ursprünglich geblieben. Am Südende des langen Strandes breiten Fischer nach wie vor ihren Fang auf Matten zum Trocknen aus. Die
dortige Siedlung wurde zwar vom Tsunami im Dezember 2004 teilweise zerstört, aber mehrere Resorts am Südende von Bang Tao sind inzwischen schon wieder restauriert bzw. neu gebaut. Den weiter
landeinwärts gelegenen Ort Bang Tao hat der Tsunami nicht erreicht. Hier hat sich das Leben der überwiegend muslimischen Bevölkerung durch den Tourismus noch kaum verändert. Sie sind Fischer,
Farmer und Bootsbauer geblieben.
Am 27.11.2009 wurden wir um 07:00 Uhr vom Resort La Flora abgeholt und zum Flughafen Phuket gebracht. Mit der Bangkok Airways ging es ab 10:25 Uhr zum Weiterflug nach Bangkok, wo wir noch die
letzten wundervollen drei Tage verbrachten.
www.evelyn-ruhnke.de