Thailand 4. Teil
Bangkok (Stadt der Engel)
Für viele ein Moloch, für andere eine unvergleichliche Metropole. Der Verkehr steht niemals still, Abgase und Lärm sind unerträglich. Trotzdem ist Bangkok mit ihrem Trubel, den zahlreichen Geschäftsstraßen, Garküchen und Tempeln ein unvergessliches Erlebnis. Die Stadt schläft niemals. Wie viele Einwohner Bangkok tatsächlich hat, ist nicht genau erfasst. Es gibt kein Meldewesen. Die Einwohnerzahl soll aber etwa zwischen 12 und 15 Millionen betragen.
Um 11:50 Uhr landeten wir pünktlich in Bangkok. Bei unserer Ankunft präsentierte sich Bangkok mit einem strahlend blauen Himmel. Wieder wurden wir von Diethelm Travel Group abgeholt und zu
unserem gebuchten Hotel Marriott Resort & Spa mit direkter Flusslage gebracht. Die Fahrt vom Flughafen dauerte nur eine halbe Stunde, da kaum Verkehr auf den sonst überfüllten Straßen
herrschte.
Das Bangkok Marriott Resort & Spa ist ein Cityhotel mit besonderem Flair. Dieses Luxushotel in Bangkok bietet mit seiner klassischen Thai-Architektur, den üppigen Gärten und der direkten
Flusslage allen Urlaubsreisenden gehobenen Luxus und Ruhe. Trotzdem ist man schnell im Stadtzentrum dank des privaten Shuttleboot-Services. Das auf der Gartenanlage des Resorts inmitten
tropischer Landschaft gelegene Mandara Spa bietet Ihnen alle Annehmlichkeiten, die Sie für absolute Entspannung und perfekte Erholung benötigen.
Das Hotel hat eine Kapazität von 413 Zimmern, davon 97 Suiten. Die Anlage ist U-förmig angelegt und in drei Hotelhäuser aufgeteilt, dabei aber nur 6-7 Etagen hoch, so dass es eher beschaulich wie
ein Resorthotel wirkt. Im Inneren des Hotels wird eine Oase beherbergt, die seinesgleichen sucht. Ein harmonisch sehr schön eingefügter Pool, der umgeben von vielen Palmen und tropischen
Grünpflanzen alleine einen Besuch wert ist. Nahezu der gesamte Poolinnenbereich ist mit viel Bankiraiholz versehen und vermittelt ein harmonisches Ambiente. Auch eine Poolbar ist hier integriert.
Um den Pool stehen genügend Holzliegen mit Auflage bereit (incl. Handtücher).
Die Zimmer und Suiten sind luxuriös mit hochwertigen Holzböden ausgestattet. Außer Internetanschluss Safe, Minibar, TV, Telefon, Kaffee- u. Teezubereiter haben die meisten Zimmer auch einen
Balkon. Die Betten bei einem Doppelzimmer sind entweder Twinbetten (zwei separate sehr große Betten) oder ein King Size Bett. Gerade bei der Bettausstattung bleiben keine Wünsche offen, so dass
auch hier das Auge noch verwöhnt wird. Die Betten sind mit Zierbezügen versehen und werden abends durch den Roomservice noch für den Nachtaufenthalt aufgedeckt und sozusagen bettfertig gemacht.
Obligatorisch bekommt man hier wie in vielen Hotels in Thailand dann noch Blüten auf das Kopfkissen gelegt. Das ist noch nicht alles, denn auch Badeschlappen werden vor und ein Bademantel ggf.
auf dem Bett in Position gebracht. Für den Nachtdurst befindet sich auf dem Nachttisch eine Flasche Wasser und ein Trinkglas. Die Ausstattung am Bett ist durch ein Steuerungssystem für Licht,
Klimaanlage oder Roomservices ergänzt.
Im Bangkok Marriott Resort & Spa gibt es gleich eine Vielzahl von gastronomischen Einrichtungen. Man kann wählen zwischen dem Chinesen "Rice Mill" über das Trader's Vic (pazifische
Rim-Küche), dem Japaner Benihana bis zur Riverside Terrace (Thai BBQ) und dem Italiener "Numero Uno". Nicht zu vergessen ist das am Pier angelegte Boot Manohra, das zu Dinner Cruises auf dem Chao
Praya einlädt.
Das Highlight für uns war das phänomenale Frühstücksbüffet. Die Vielfalt und Frische der Speisen übertraf alles, was wir bisher erlebt hatten.
Neben den Restaurants gibt es noch drei Bars. Zum einen die Elephant Bar in der Lounge, die Longtail Bar am Fluss wo man mittags und abends Cocktails genießen kann. Des Weiteren gibt es noch die
Poolbar Loy Nam, die ein kleines Frühstück oder Lunch anbieten.
Das Servicepersonal war in diesem Hotel sehr motiviert und freundlich.
Nach dem problemlosen Einchecken in unsere Junior-Suite mit direktem Blick auf den Chao Phraya River in der 4. Etage buchten wir gleich für den Abend eine Dinner-Cruise auf dem hoteleigenen Boot
Manohra.
Nach dem Auspacken gingen wir zum hoteleigenen Pier und fuhren ca. 15 Minuten mit dem Shuttle-Boot gemütlich zum Hauptpier. Das Shuttle-Boot fährt alle 20 Minuten bis 24:00 Uhr. Vom Hauptpier
nahmen wir das Shuttle-Boot vom Oriental-Hotel. Alle größeren am Fluss gelegenen Hotels bieten einen kostenlosen Bootshuttle an. Am Oriental-Hotel angekommen wollten wir eigentlich dort eine
„Teatime" einlegen. Aber aufgrund der auch hier in Bangkok sehr wenigen Touristen, sah die Terrasse des weltberühmten Oriental-Hotels verwaist aus. Wir gingen von der Hotelterrasse „The Verandah"
am Pool vorbei, durchquerten die imposante Hotel-Lobby und kamen am Haupteingang wieder heraus. Wir beschlossen, unseren Kuchen in einem benachbarten kleinen Shopping-Center einzunehmen. Wir
bestellten eine feine Auswahl an Gebäck, hausgemachten Kuchen und Tee. Am späten Nachmittag fuhren wir per Bootshuttle zurück zum Marriott-Hotel.
Um 19:00 Uhr begaben wir uns zum Hotelpier. Auf der stilvollen Manohra-Reisbarke, die zu einem der feinsten Restaurants Bangkok's umgebaut wurde, genossen wir den Abend bei einem delikaten 5-
Gang-Abendessen. Es war ein romantisches und stimmungsvolles Erlebnis. Kerzenlicht und traditionelle Musik machten den Abend perfekt. Die Fahrt auf dem Fluss dauerte 3 Stunden mit Blick auf das
nächtliche Bangkok mit seinen angestrahlten Tempeln, Brücken und Hotels.
Wir ließen den Abend in der Elephant-Bar des Marriott-Hotels bei einem kühlen Drink ausklingen. Auch hier waren wir die einzigen Gäste.
Der nächste Tag war komplett verplant für einen Besuch des Königspalastes. Bei unseren Bangkok-Aufenthalten in den Jahren 1998 und 2008 hatten wir es nie geschafft, diesen zu besuchen. Zeitig
nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Hotel-Shuttleboot und weiter mit dem Express-Schnellboot bis zur Anlegestelle in der Nähe der Palastanlagen. Schon vom Boot aus sieht man die goldene Stupa,
die sich in der Nähe des Eingangs der Anlage befindet, herüberblitzen. Nach einem Zehn-Minuten-Fußweg vorbei an Garküchen, Verkaufsständen und Tuk-Tuk's kamen wir zum Haupteingang. Man darf die
Palastanlagen nur mit langen Hosen und bedeckten Schultern betreten. Mit 300 Baht (ca. 6 Euro) Eintritt pro Person ist man dabei.
Der Königspalast (Grand Palace) mit dem Wat Phra Kaeo ist wohl die bedeutendste und eindrucksvollste Sehenswürdigkeit Bangkoks. Dieser Tempel beherbergt den Smaragd-Buddha, die heiligste und
meist verehrteste Buddha-Statue in Thailand (der Smaragd-Buddha darf nicht fotografiert werden). Das gesamte Areal bedeckt eine Fläche von mehr als 200.000 qm und wird von einer 1900 m langen
Mauer umgeben. Unter Rama I. wurde 1782 mit dem Bau der Anlage begonnen. Seine Nachfolger erweiterten sie im Laufe der Zeit in unterschiedlichsten architektonischen Stilen.
Gleich am Eingang prunken aufwendig verzierte riesige Tempelwächter. Überall findet man Verzierungen, Wandgemälde, Fresken und Skulpturen. Man wird von der Pracht regelrecht erschlagen. Wem die
kleineren Bauten neben der Bibliothek irgendwie bekannt vorkommen, muss sich nicht wundern, denn diese sind ein Modell von Angkor Wat, dem berühmten Zentrum der Khmer-Kultur. Rama IV. ließ das
Wahrzeichen Kambodschas auf dem Tempelgelände errichten, um an die Zeit zu erinnern, als Kambodscha noch Vasallenstaat Thailands (bis ins späte 19. Jahrhundert, als Frankreich die Grenzen in
Indochina neu bestimmte) war.
Restauratoren findet man in der ganzen Anlage, die Mosaiksteinchen polieren, Fresken erneuern oder Goldfarbe auftragen. Die weitläufige sehr gepflegte Gartenanlage ist gesäumt von Bonsai-Bäumen
und Gewächsen.
Wir brauchten vier Stunden, um die riesige Anlage zu durchforsten. Bestimmt hatten wir lange noch nicht alles gesehen.
Wir gingen zurück zum Schnellboot und stiegen in der Nähe des Hotel Lebua at State Tower aus. Ab der 51. Etage aufwärts befindet sich im 65-stöckigen State Tower das All-Suites Hotel, das neben
einem fantastischen Blick auf den Chao Phraya-Fluss die größten Suiten in Bangkok bietet. Wir wollten aber nicht das Hotel besichtigen, sondern für den Abend einen Tisch im Restaurant „Scirocco"
buchen. Das Restaurant befindet sich auf einer Außenterrasse im 63igsten Stock des Lebua State Towers, dem zweithöchsten Gebäude der Stadt und bietet einen atemberaubenden Blick auf Bangkok. Nach
dem Essen steht in 220 Meter Höhe die Sky Bar für sensationelle Cocktails zur Auswahl. Leider war für den Abend schon alles ausgebucht. Tagsüber ist das Restaurant und die Bar geschlossen.
Trotzdem durften wir von dieser Höhe ein Foto schießen.
Wir schlenderten zurück zum Pier und fuhren mit dem Shuttleboot zurück zum Marriott-Hotel. Da Wochenende war, bekamen wir auch in den angesagtesten Restaurants Bankok's keinen Platz mehr. Wir beschlossen, unser Abendessen gemütlich in der Longtail-Bar des Marriott-Hotels mit Blick auf den Chao Phraya River einzunehmen.
Den letzten Tag in Bangkok verbrachten wir eher ruhig. Wir fuhren zur Silom Road, die im Herzen des „neueren Bangkok's" liegt. Sie zieht sich vom Lumpini Park bis fast zum Chao Phraya River von
Ost nach West und markiert ein wichtiges Geschäfts-, Shopping- und Nachtleben Viertel von Bangkok. Da Sonntag war, hatten nur wenige Geschäfte geöffnet. Wir erstanden von einer Straßenhändlerin
eine aus Kordel handgeknüpfte Schlange für wenig Geld. In einem netten Straßenrestaurant bestellten wir uns einen Tee und ein Sandwich.
Den Nachmittag verbrachten wir in Chinatown. Ein Spaziergang durch Chinatown gehört bei uns immer zum Programm.
Dieser quirlige Stadtteil ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Eigentlich ist es ein ganzer Stadtteil voller enger Gassen, exotischer Gerüche, quirlige Märkte, chinesische und thailändische
Garküchen, Apotheken und Menschengewimmel.
Richtig zurechtfinden kann man sich dort kaum. Man muss sich einfach treiben lassen. Ich erstand Strass-Haarspangen und Haarreifen, die bei uns in Deutschland das Vierfache kosten. Allerdings
gibt es manchmal schon Festpreise, so dass Handeln fast nicht mehr möglich ist. Das fanden wir sehr schade, damit geht das Ursprüngliche verloren.
Zurück im Hotel packten wir unsere Koffer für den Rückflug. Um 21:00 Uhr wurden wir von Diethelm Travel Group abgeholt und zum Flughafen Bangkok gebracht. In knapp einer Stunde Fahrtzeit ging es
diesmal im Abendverkehr recht flott.
Um 1:05 Uhr startete die Emirates pünktlich Richtung Dubai. Um 04:50 Uhr landeten wir in Dubai. Nach knapp 4 Stunden Aufenthalt in der Business-Lounge von Emirates flogen wir weiter nach Düsseldorf und landeten sicher und wohlbehalten um 12:50 Uhr in Düsseldorf.
E N D E