Australien 2005, 1. - 6. Teil

Australien 2005

 

Dubai

Singapur

Darwin

Outback

Gibb River Road

Broome

Perth

 

 

Reisetagebuch
Australienreise Juni 2005

 

04. Juni
Bei Kölner Nieselwetter (14°) wurden wir pünktlich um 12:00 Uhr vom Emirates-Transfer-Service für Business-Class-Passagiere von zu Hause abgeholt.


In der Lounge am Airport Düsseldorf machten wir es uns gemütlich und stärkten uns bei einem zweiten Frühstück.

Pünktlich hob der Airbus vom Düsseldorfer Flughafen ab.

Mit einem Glas Champagner wurden wir vom freundlichen Servicepersonal der Emirates willkommen geheißen. Wir machten es uns in unseren bequemen Sitzen gemütlich und landeten nach einem angenehmen Flug bei einer erstaunlichen Nachttemperatur von 35° um 23:15 Uhr Ortszeit in Dubai.


Am Flughafen erwartete uns schon der Privat-Transfer von Emirates und brachte uns zu unserem nur 5 Autominuten entfernten Hotel Le Merdien. Etwas müde und voller Erwartungen was uns der nächste Tag beschert, unternahmen wir nichts mehr und gingen bald zu Bett.

 

5.Juni

Gegen 05:00 Uhr wurden wir von einem gebetsähnlichem Sing-Sang aus unseren Träumen gerissen. Der Muezzin, besser gesagt die Muezzins stimmen ihr Morgengebet an. Wir fühlten uns aber nicht gestört, eher in eine orientalische Stimmung versetzt.

 

Nach einem guten und ausgiebigen Frühstück stürzten wir uns auch gleich ins arabische Gewühle. Zuerst ließen wir uns vom Shuttle-Bus des Hotels am Gold-Souk absetzen.

Wir schlenderten durch die Passagen des Gold-Souk-Marktes, der an beiden Seiten von unzähligen Geschäften gesäumt wird und mit millionenschweren Auslagen lockt. Ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen - denn die sind in Dubai überflüssig - präsentieren sich kostbare Geschmeide. Hat man seine Wahl getroffen, landet das kostbare Schmuckstück auf der Waage und wird nach Gewicht verkauft. Bei unserem Bummel wurden wir von zahlreichen weiß-gewandeten Männern oder Frauen verhüllt in schwarze Tücher begleitet. Alles wirkt aber trotzdem sehr weltoffen und multikulturell.

 

Anschließend sind wir von dort zum Spice-Souk geschlendert.

Im Spice Souk duftet es verführerisch, es verkaufen pakistanische und indische Händler aus offenen Säcken Kardamon, Zimt, Nüsse, Safran und Henna. Diverse Weihrauchsorten gibt es abgepackt. Ebenso Basmati Reis. Daneben exotische Parfümöle, Räucherstäbchen, Körbe und Kleintöpferwaren.

 

Weiter führte uns unser Weg zum Deira Old Souk. und zum Dubai Creek, dem aufregendsten Teil der Stadt.

 

Auf dem langen Wasserarm, Dubai Creek oder arabisch Al-Khor genannt, herrscht auch nach dem Bau der großen modernen Häfen noch unablässig Betrieb. Hier vermischt sich der Geruch von Salzwasser und Dieslöl. Tag und Nacht werden hunderte von hölzernen Dhaus von Hand beladen. Mit einem „Abra" (Wassertaxi) ließen wir uns für 1 Dirham
(ca. 23 Cent) übersetzen. Ich war die einzige Frau „an Bord" dieser Männerdomäne.

Angekommen im historischen Bastakiya-Viertel schlenderten wir über den Textil-Souk, der mit allerlei Plunder lockt, geht man jedoch weiter, finden sich unzählige Shops mit exklusiven Stoffen. Der Souk ist fest in der Hand indischer Einwanderer.

Zurück am Creek bestiegen wir ein Taxi, das uns für nur 40 Dirham
(ca. 9 EURO) zum 25 Kilometer entfernten Jumeirah-Beach brachte. Natürlich durfte ein Foto-Stopp am berühmten 7-Sterne-Hotel Burj-Al-Arab nicht fehlen. Sieht schon phantastisch aus, wie das als Segel gebaute Hotel mit 321 Metern in die Luft ragt. Beim gemütlichen Lunch im Jumeirah-Beach-Hotel hatten wir nochmals einen Traumblick auf das Luxushotel. Zurück per Taxi ließen wir den Nachmittag mit einem Bummel auf der Bani Yas Road vorbei an voll beladenen Dhaus ausklingen.

Auf den Besuch der zahlreichen riesigen Shopping-Centren verzichteten wir, da unser nächstes Ziel einen Tag später Singapur sein sollte, und wir dort richtig zuschlagen wollten.

Nach einem All-you-can-eat-Buffet, begleitet von einer thailändischen Life-Band, ließen wir unseren Dubai-Aufenthalt feuchtfröhlich ausklingen. Dubai ist kosmopolitisch, hat keine Kriminalität und hat uns sehr gut gefallen.

 

6.Juni
Nach einer etwas kurzen Nacht wurden wir am nächsten Morgen um 06:00 Uhr zum Flughafen gebracht. Nach einiger Aufregung am Business-Class-Schalter der Emirates, gab es für uns noch eine angenehme Überraschung. Die von Deutschland aus reservierten Plätze waren überbucht und wir sollten getrennt in der Business-Class sitzen. Auf meinen Protest hin, bekamen wir zwei nebeneinander liegende Plätze in der First-Class, was wir natürlich erfreut begrüßten.

So hatten wir einen angenehmen Flug nach Singapur und ich konnte fast wie zu Hause im „First-Class-Bett" meinen zu kurz gekommenen Schlaf nachholen. Pünktlich um 20:00 Uhr Ortszeit sind wir bei 32° in Singapur gelandet.

 

Am Flughafen stand schon der Emirates-Transfer bereit. Ein freundlicher Fahrer brachte uns zu unserem City-Hotel Swisshotel The Stamford das zur berühmten Raffles-Gruppe gehört.


Nach ca. 20 Minuten durch die erstaunlich wenig befahrene Stadt checkten wir im Executive-Club-Room ein. Durch sehr freundliches Servicepersonal wurden wir in unser Zimmer gebracht. Es befand sich in der 59. Etage mit atembe-raubendem Blick auf die glitzernde, bunte Stadt mit ihren Hochhäusern, Schiffen und putzigen kleinen Häuschen. Es sah fast aus wie eine Fotomontage.

 

Noch voller Tatendrang machten wir uns nach kurzer Erfrischung auf den Weg in die Hotelstadt. Das Hotel hat insgesamt 72 Etagen und ist das höchste Hotel Singapurs. Der Hotelkomplex beinhaltet ca. 200 Shops, zahlreiche Restaurants und Bars. Im Untergeschoss befindet sich die MTR (Subway). Ein kleiner Rundgang durch die Shoppingmall und ein abschließender Singapur-Sling in der Longbar des weltberühmten nicht weit entfernten Raffles Hotel beendete unseren Ankunftsabend.

7.Juni
Frisch und voller Tatendrang begaben wir uns am nächsten Morgen in unsere Club-Lounge zum Frühstück. Gut gestärkt war unser erstes Ziel natürlich die Orchard Road mit Shopping-Centren in Hülle und Fülle. Per MTR fuhren wir nur ein paar Stationen zur Orchard Road.

 

Stundenlang wuselten wir uns durch die eleganten Einkaufs-centren, die zahlreich rechts und links mit Designermarken protzen. Singapur wirkt - egal wohin der Blick auch schweift - immer sauber, durchorganisiert und aufgeräumt. Es gibt keine Kriminalität. Auf einer Subwayebene sind bis zu 40 Video-kameras installiert, die jedes Verbrechen sofort im Bild festhalten würden. Im Gegensatz zu vielen europäischen Orten kann man hier den Anblick gepflegter und sehr gut gekleideter Menschen genießen. Man sieht ebenfalls keine Hunde auf den Straßen. Es flanieren fast ausschließlich jüngere Leute bestückt mit bunten Tüten, deren Aufschrift die Labels von Calvin Klein, Gucci oder Cartier zieren.

 

Weiter ging unsere Besichtigungstour nach Chinatown. Dort bummelten wir gemütlich an den bunt gemischten Ständen allerlei Händler vorbei. Im Gegensatz zu Bangkok's Chinatown hinterließ dieser Ort bei uns aber einen wenig asiatischen Eindruck.

 

Zurück im Hotel genossen wir die frühen Abendstunden in der 60. Etage der Club-Lounge bei Canapees und Cocktails. Anschließend wollten wir noch die bezaubernde Stimmung am Singapore River genießen und begaben uns auf einen 20-minütigen Fußweg dorthin. Zahlreiche Restaurants und Bars mit Außengastronomie reihen sich aneinander.

Kleine, lustig beleuchtete Boote fahren auf dem River hin und her, wodurch eine wunderschöne romantische Stimmung entsteht. Noch lange saßen wir in einem gemütlichen Restaurant und schauten dem bunten Treiben zu.

8.Juni
Den nächsten Tag widmeten wir ausschließlich dem Zoo von Singapur, der doch ziemlich weit außerhalb liegt. Mehrere Stunden schlenderten wir durch den dschungelartigen Park. Man hat das Gefühl, einen Urwald zu durchstreifen. Auffällig ist, dass sehr viele Tiere nur durch natürliche Barrieren wie einen Wassergraben vom Besucher getrennt sind. Man hat das Gefühl, man ist (fast) mittendrin. Hier und da huschte ein kleiner Affe oder ein Riesenfalter an uns vorbei. Allerdings fanden wir die Gehege mancher Tierarten zu klein.

Zurück im Hotel beschlossen wir, den Abend wieder am Singapore River zu verbringen, diesmal auf der anderen Seite, dem Clark-Quay.

9.Juni
Heute ging unsere Sight-Seeing-Tour Richtung Hafen. Per MTR und Taxi fuhren wir zur Insel Sentosa vor den Toren Singapurs. Dort erwartete uns ein subtropisches Klima und nach ein paar Minuten waren wir schon schweißgebadet. Trotzdem erkundeten wir - leider aus Zeitmangel nur teilweise - die Themeninsel.

Unsere Zeit war knapp, denn abends war der Weiterflug nach Australien - unser eigentliches Reiseziel -.
Die letzten beiden Stunden verbrachten wir mit einem netten Hotelangestellten, der seinen freien Tag hatte. Wir tranken zusammen bei Starbucks einen Kaffee und erfuhren einige interessante Dinge über Lebensweise und Gepflogenheiten der Einheimischen. Der Emirates-Transfer stand wieder pünktlich bereit, um uns zum Airport zu bringen. Bei strömenden Monsumregen kamen wir am Airport an. Unser Weiterflug nach Brisbane ging um 21:20 Uhr.

10.Juni
Mit Zeitverschiebung landeten wir um 07:00 Uhr morgens bei Regen und kühlen Temperaturen von nur 11° in Brisbane. Nach dreistündigem Aufenthalt flogen wir mit der Quantas weiter nach Darwin. Darwin ist Australiens Brücke nach Asien, und gleichzeitig das Tor zum "Top End". Durch viele Einwanderer ist die Stadt stark multikulturell geprägt. Darwin ist eine der am schnellst wachsenden Städte Australiens. Und die Zukunftspläne sind hochfliegend: Eine halbe Million Menschen soll hier in ein paar Jahrzehnten einmal wohnen. Dafür wird kräftig in die Infrastruktur investiert. Das moderne Stadtzentrum besitzt als Mittelpunkt eine nette Fussgängerzone.


Gegen 15:00 Uhr checkten wir im Hotel Holiday Inn ein.

Sagenhafte 30°, Sonne und blitzblauer Himmel begrüßten uns. Ein wunderschöner Blick auf Palmen und Meer erwartete uns von der 7. Etage des Hotelzimmers. Den Abend ließen wir bei einem Barbeque im Dschungelgarten des benachbarten Novotels gemütlich ausklingen.

11.Juni
Nach dem Frühstück erwartete uns leider eine böse Überraschung. Über einen Anruf bei dem australischen Autoanbieter KEA wegen einem evtl. Abholservice zur KEA-Station erfuhren wir, dass keine Buchung unseres von Deutschland aus gebuchten Campers vorlag. Uns fiel die Kinnlade bis auf den Boden. Was nun? Der wichtigste Teil unserer Tour war nun ins wanken geraten. Ein sehr freundlicher Mitarbeiter vom Holiday Inn-Hotel war uns behilflich und rief die Serviceline von KEA-Camper an. Man versprach, für den nächsten Tag einen ähnlichen Camper von MAUI für uns zu organisieren, denn der von uns gebuchte Fahrzeugtyp war leider nicht mehr im Car-Park vorhanden. Der nächste Tag war auch noch ein Sonntag, was unsere missliche Lage nicht leichter machte. Den Nachmittag verbrachten wir mit Herumtelefonieren und Faxeschreiben. Der Verursacher musste für eventuelle spätere Regressansprüche herausgefunden werden. Der Tag war natürlich für uns gelaufen.

12.Juni
Nach einer etwas unruhigen Nacht entschlossen wir uns, ohne Frühstück gleich auszuchecken. Wir fuhren mit dem Taxi zur KEA-Camper-Station. Wir legten nochmals unser Voucher, welches wir in Deutschland erhalten hatten, vor. Man war ziemlich ratlos und versicherte uns, dass so ein Problem noch nie entstanden sei. Ein Mitarbeiter von KEA brachte uns in die nahegelegene APOLLO-Camper-Station, da von MAUI auch kein Camper zu bekommen war. Bei der APOLLO-Camper-Station hat es dann sage und schreibe 3 Stunden gedauert, bis ein neuer Vertrag zustande kam. Der für uns bereitgestellte Camper entsprach überhaupt nicht unseren Vorstellungen. Wir hatten uns auf den kleinen, wendigen Landcruiser gefreut, dessen Vorzüge wir bei unserer letzten Australienreise 1998 schätzen gelernt hatten. Das Modell war ein 2-Bett-Adventure-Camper, 4WD, nach Aussage der Mitarbeiter von APOLLO auch outback-tauglich. Wir waren sehr skeptisch und unser erster Eindruck: Ein riesengroßer Klotz der Ähnlichkeit mit einem Bo-Frost-Eiswagen hatte. Aber was sollten wir machen, wir mussten das Angebot annehmen um den weiteren Ablauf der Reise nicht zu gefährden. Nach einer kurzen Einweisung von einem APOLLO-Mitarbeiter, bestiegen wir den Camper und machten uns langsam auf den Weg.

Nach einer kurzen Fahrt von der APOLLO-Station zum Einkaufszentrum Woolworth bekamen wir einen ersten Eindruck von dem Vehikel. Gegenüber dem kleinen Landcruiser war dieses 3-Liter-Diesel-Modell doch durch den hohen Aufbau sehr schwerfällig. Die Tachoscheibe zeigte bei Abfahrt an der APOLLO-Station 110.000 Kilometer Leider konnten wir nicht so schnell brettern, wie wir das mit dem Landcruiser gewohnt waren.


Bei Woolworth kauften wir erst einmal alles ein, was man so für 3-4 Tage braucht. Da es Sonntag war, hatte der Bottle-Shop geschlossen. Alkoholische Getränke bekommt man in Australien nur separat in Bottle-Shops zu bestimmten Öffnungszeiten zu kaufen. So mussten wir auf ein kühles Bier am Abend erst einmal verzichten.


Auf dem Stuart Highway ging es weiter Richtung Litchfield Nationalpark, unser erstes Ziel unserer Outbacktour. Bei Ankunft im Campground Wangi Falls hatten wir schon fast die ersten 200 Kilometer hinter uns. Bald mussten wir feststellen, dass wir bei der ungenügenden Einweisung an der APOLLO-Station nicht darauf geachtet hatten, ob die beiden Gasflaschen, die sich außerhalb des Campers befanden, in Ordnung sind. Leider war eine Gasflasche defekt und die andere war leer. Also gab es nur „Kalte Küche" mit Brot, Wurst und Käse. Eine nette australische Familie neben uns auf dem Campground bot uns allerdings einen tragbaren kleinen Gaskocher an, auf dem wir uns abends und morgens einen heißen Tee kochen konnten.


Die Wangi Falls sind die Hauptattraktion des Parks, denn zu diesen Wasserfällen und zum schönen Pool muss man ausnahmsweise einmal nicht lange laufen oder kraxeln. Beides ist vom Parkplatz und vom Campingplatz aus ohne Steigung bequem in wenigen Minuten zu erreichen und nur 2 km von der Hauptstrasse entfernt. Am Weg ist rechts und links noch eine große Liegewiese, auf der sich gerne einige Sonnenanbeter niederlassen. Auch der Kiosk, eine Seltenheit in Australien und nur an viel besuchten Plätzen zu sehen, ist ganz in der Nähe. Am Pool befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus man einen schönen Blick zu den beiden Wasserfällen hat. Zu dem Pool pilgerten in früheren Zeiten die Frauen der Aboriginies mit unerfülltem Kinderwunsch. Daher ist es eine heilige Stätte. Man kann hier auch wandern, ein Weg führt zu einem Picknickplatz und zu einem Lookout hoch oberhalb der Wasserfälle.


Mittlerweile war es aber stockdunkel geworden, so dass wir uns leider nichts mehr ansehen konnten. In Australien wird es um diese Zeit ca. um 17:30 Uhr dunkel. Nun ging es ans Bettenbauen. Mittels Aufklappen des Aufstelldachs bauten wir unsere Schlafplätze und passten den Innenraum an unsere Bedürfnisse an. Durch seitliche Fenster mit Fliegen-schutzgittern im Aufstelldach ist immer für gute Luftzirkulation gesorgt. Jetzt staunten wir nicht schlecht, unser Schlafplatz war 2,00 x 1,80 Meter und man konnte sich bequem der Länge nach ausbreiten. Das war natürlich herrlich, denn der kleine Landcruiser, den wir vor 7 Jahren hatten, war sehr beengt, man schlief fast wie in einem Sarg. Hundemüde schliefen wir bei exotischen Geräuschen bis 05:00 Uhr am anderen Morgen durch. Mitten in der Nacht wurden wir durch eisige Kälte geweckt, denn es war um 15° abgekühlt. Wir kramten unsere warmen Pullover und langen Hosen aus den Reisetaschen hervor und schliefen warm eingekuschelt noch bis 07:00 Uhr.

13.Juni
Nach einer heißen Dusche und kurzem Frühstück ging es wieder zurück zum Stuart Highway Richtung Katherine. Unterwegs machten wir einen kurzen Stopp um aufzutanken, Bier einzukaufen und unseren einen Gasbehälter zu füllen.
Am Roadhouse in Adelaide River brachten wir den Klops des Jahres. Sicher wird diese Story im Wochenblättchen dokumentiert. Wir betätigten aus Versehen den großen Notfallknopf, der sich außerhalb an der Wand des Roadhouses befand. Schreiend kam eine dick beleibte Frau herausgestürzt und gestikulierte wild in der Gegend herum. Wir hatten die gesamte Elektrik des Roadhouses außer Betrieb gesetzt. Wir entschuldigten uns tausendmal und begaben uns schnellen Schrittes wieder zu unserem Camper.


42 km nördlich von Katherine gelangten wir über den Stuart Highway zu einer Abzweigung, die 19 km weit zu den Edith Falls führt. Die Zufahrtsstrasse ist asphaltiert und unterwegs lohnt sich ein Halt an einer der runden Felsformationen, die an eine kleine Ausgabe der berühmten "Devils Marbles" erinnern. Auch einige imposante Termitenhügel kann man rechts und links der Zufahrtsstrasse sehen.

Gegen 16:00 Uhr kamen wir nach rund 250 Kilometern an unserem heutigen Etappenziel - Edith Falls im Nitmiluk Nationalpark - an. Die Edith Falls werden heute in der Sprache der Ureinwohner Leliyn genannt und gehören ebenfalls zum Nitmiluk National Park. Hier gibt es einen Campingplatz mit Kiosk. Wer hier übernachtet hat es nicht weit, um im Naturpool baden zu gehen. Dieser ist sehr groß und von Schrauben-palmen und Eukalypten gesäumt. Die Aussicht auf den Wasserfall ist eher enttäuschend, viel ist hier nicht zu sehen. Es ist aber nur der untere Teil, der sich hinter einem Felsvorsprung in den Pool ergießt. Wer schöne größere Wasserfälle sehen möchte, der muss sich zu Fuß auf den Weg machen und den Leliyn Trail laufen, der am Campingplatz beginnt. Wir besichtigten den kleinen Badepool mit Wasserfall.

 

Im Campground waren schon viele Plätze besetzt. Da wir sehr hungrig waren, verzichteten wir auf ein Bad und bereiteten uns eine asiatische Gemüsepfanne mit Filetstückchen und Creme Fraiche zu. Dazu Brot und ein leckeres kaltes VB. Wir kuschelten uns warm verpackt früh in unsere Betten und schliefen wieder durch bis zum anderen Morgen.

 

 

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